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Epima - Willkommen
Willkommen

Willkommen

EQUAL ist eine Initiative des Europäischen Sozialfonds (ESF), die sich gegen Diskriminierungen am Arbeitsmarkt richtet. Regionale Entscheidungsträger und zuständige staatliche Behörden sind dabei eingebunden und vernetzt, und versuchen seit 2001 in mehreren Runden in einem gemeinsamen „Labor“ neue Möglichkeiten zu entwickeln, und zu testen, um Diskriminierungen und Ungleichheiten am Arbeitsmarkt zu begegnen. Im Sinne einer gemeinsamen europäischen Beschäftigungsstrategie soll hier für mehr und bessere Arbeitsplätze und für den Abbau von Hürden am Arbeitsmarkt gesorgt werden.

EPIMA ist ein Teilprojekt der EQUAL-Strategie, das sich speziell mit der Situation und den Benachteiligungen junger Asylwerber am Arbeitsplatz befasst. Unterbrochene Bildungswege, Sprachprobleme und soziale Schwierigkeiten sollen so weit wie möglich abgefedert werden, um nach Erhalten eines dauerhaften Bleiberechts einen möglichst raschen Einstieg ins Berufsleben ohne Benachteiligungen zu ermöglichen. Daneben soll die Vermittlung von Kompetenzen und Erfahrungen so erfolgen, dass auch im Fall einer Weiterwanderung oder bei der Rückkehr ins Heimatland eine günstige berufliche Ausgangssituation entsteht.

Der Schwerpunkt der Arbeit wurde auf direkte Fähigkeiten und Kompetenzen im Hinblick auf den Arbeitsmarkt gesetzt – das ist, zugegeben nur ein Teilbereich der Integration, allerdings ein zentraler. Die Position im Berufsleben bestimmt in hohem Maße die persönliche Identität und das (auch kulturelle) Selbstverständnis, und das sind – noch viel mehr für junge Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund – zentrale Punkte bei der Entwicklung einer persönlichen Lebensperspektive.

Die Beseitigung von diskriminierenden Situationen außerhalb des Arbeitsmarktes erfordert darüber hinaus auch eine Menge gesellschaftspolitischer Arbeit und die Schaffung einer auch von der Mehrheit der Bevölkerung getragenen Vision einer integrativen Gesellschaftsstruktur.  Dieser gesellschaftspolitische Auftrag ist sehr viel schwieriger und langwieriger umzusetzen, und durch einzelne Projekte kaum zu erreichen. Die Integration am Arbeitsmarkt jedoch stellt auf jeden Fall eine zentrale Voraussetzung für den gesellschaftspolitischen Auftrag dar.

Besonderes Augenmerk gilt den etwa 1000 unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen, die jährlich nach Österreich kommen. Deren Situation ist, durch den fehlenden familiären Rückhalt, in vielen Bereichen ungleich schwieriger als die anderer junger Asylwerber. Einzelne Projekte, wie etwa im ClearingHouse Salzburg oder im Wiener Integrationshaus befassen sich mit der psychologischen und sozialen Situation der unbegleiteten jungen Flüchtlinge und dem erhöhten Betreuungsbedarf. Einen nötigen Schwerpunkt bilden in vielen Fällen dabei auch das Aufarbeiten erlittener Traumata und die Schaffung eines persönlichen Sicherheitsgefühls, als Voraussetzung für eine soziale Integration in die Gesellschaft des Gastlandes. Nicht zuletzt in Würdigung der Erfüllung dieses schwierigen Auftrages erhielt das Folgeprojekt EPIMA II auch einen Zuschlag vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit.

Aus den vom ESF mit 3.274 Mrd. Euro geförderten Projekten sollten nach Beendigung der zweiten EQUAL-Runde 2008 selbst finanzierte Regelinitiativen in den einzelnen Ländern werden. In vielen Fällen ist das trotz der Wirtschaftskrise gelungen. Und besonders in Österreich hat sich gezeigt, dass die hoch motivierte Arbeit in Nichtregierungsorganisationen praktisch unverzichtbar ist. Es sind viele tragfähige Vernetzungen entstanden zwischen den einzelnen Stellen und staatlichen Einrichtungen, die die Leistung des Betreuungsangebotes qualitativ enorm erhöhen. Ohne die engagierte Beteiligung der NGOs wäre das – gerade im Fall der Betreuung jugendlicher Asylwerber - praktisch nicht zu erreichen.

Epima

Bilder: Attila Voeroes | Agency: Dreamstime.com - © Javarman | Dreamstime.com - Gabriele Sochor | Agency: Dreamstime.com
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